Soziales Engagement

Erfahrungsbericht Alexander Lang

Erfahrungsbericht von Alexander Lang
Auszubildender im Bereich Fachkraft für Lagerlogistik

Bahnhofsmission, Dortmund

Während des Einführungsgespräches mit Frau Berg (Leiterin der Einrichtung), das ca. vier Wochen vor dem Beginn meines <kurz|wechsel> stattfand, besprachen wir die Tätigkeiten, die während meines Aufenthaltes auf mich zukommen würden.

Die Mitarbeiter der Bahnhofsmission beraten und helfen Wohnungslosen, Süchtigen, chronisch Erkrankten und verarmten Menschen. Die Mitarbeiter der Bahnhofsmission helfen bei Reisen mit der Bahn, z.B. mit Auskünften und Unterstützung bei der Verständigung, Begleitung beim Ein-, Aus- und Umsteigen sowie auch mit Aufenthaltsmöglichkeiten oder indem sie allein reisende Kinder zum Zug bringen.

Da ich mit Menschen, die z.B. drogensüchtig oder obdachlos sind, in meinem bisherigen Leben noch nichts zu tun gehabt habe, bin ich dann an meinem ersten Arbeitstag mit einem sehr flauen Gefühl in der Magengegend zur Arbeit erschienen.
Wir starteten diesen Tag mit einem gemeinsamen Frühstück aller Mitarbeiter, wo ich dann auch meine neuen Kollegen kennen lernen konnte.

Nach dem Frühstück bekam ich eine blaue Weste sowie eine Jacke, die mich für die Bedürftigen als ein Mitglied der Bahnhofsmission erkennbar machte. Nach dem Austeilen der Kleidung ging ich mit der Leiterin der Bahnhofsmission in den Bahnhof, wo wir Tageszeitungen für die Bedürftigen am Zeitungsstand abholten.
Im Anschluss daran bekamen wir den Auftrag einen behinderten Jungen im Rollstuhl vom Zug abzuholen. Den Jungen haben wir dann den Servicemitarbeitern der Deutschen Bahn übergeben, die sich um seine weitere Reise kümmerten.

Danach begaben wir uns auf eine große Runde über das Bahnhofsgelände, wo wir nach hilfsbedürftigen Menschen Ausschau hielten, denen wir weiter helfen konnten. Wir trafen auf Menschen, denen wir das Gepäck aus dem Zug getragen haben oder aber auch Menschen, denen wir erklärten und zeigen konnten, wie der Fahrkartenautomat bedient wird.

Als wir unsere Runde nach ca. 1,5 bis 2 Stunden beendeten, begaben wir uns dann in die Einrichtung, wo wir den bedürftigen Menschen Kaffee und Tee ausschenkten.
Essen wird von der Bahnhofsmission nur zu bestimmten Zeiten ausgegeben, wenn die anderen Einrichtungen in Dortmund, wie das Franziskanerkloster in der östlichen Innenstadt oder das Gasthaus Kana (Suppenküche), geschlossen haben. Während dieser Zeit werden in der Einrichtung auch persönliche Gespräche mit den Bedürftigen geführt.

Nachdem der erste Tag für mich dann langsam zu Ende ging, musste ich feststellen, dass meine Ängste doch ganz unbegründet waren und die Mitarbeiter und die hilfsbedürftigen Menschen sehr herzlich und dankbar sind, wenn man ihnen weiterhelfen kann. Die weiteren Tage verliefen ähnlich wie mein erster Arbeitstag.

Mein Resümee:

  • besseres Menschenbild
  • anderes Verhältnis zu Bedürftigen
  • hilfsbereiter zu Menschen
  • gehe offener mit diesen Problemen um
  • wer Hilfe sucht, bekommt sie auch

Vielen Dank an die Mitarbeiter der Bahnhofsmission für die erlebnisreiche und sehr informative Woche.
Insbesondere einen großen Dank an Frau Berg (Leiterin der Einrichtung).

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