Mehr als ein ausgelagerter Arbeitsplatz – Ralfs Geschichte
Ralf arbeitet hier seit über 18 Jahren an einem ausgelagerten Arbeitsplatz bei uns. In der Logistik ist er fester Teil des Teams – und ein Beispiel dafür, wie Inklusion im Arbeitsalltag funktionieren kann.
Von der Werkstatt in die Logistik – "Ein Schritt, der mein Leben verändert hat.“
So beschreibt Ralf seinen Weg zu uns. Seit 2009 hat er einen sogenannten ausgelagerten Arbeitsplatz in unserer Logistik. Das bedeutet, das Ralf offiziell Mitarbeiter der Lebenshilfe Witten Annen ist, aber seiner Tätigkeit in einem Unternehmen nachgeht. Nach so langer Zeit stellt sich die Frage, warum ist Ralf nicht offiziell Mitarbeiter von uns geworden?
„Mir war wichtig, den Bezug zur Werkstatt nicht zu verlieren. Ich gehe langsam auf die Rente zu und deswegen gab es einige organisatorische Themen für mich, die gezeigt haben, auf dem Papier bleibe ich besser bei der Lebenshilfe angestellt.“
In unserer Logistik verpackt Ralf Produkte von DRACO und Piratoplast, die später in Praxen, Apotheken oder bei Patienten ankommen. Seine Arbeit ist Teil unserer Wertschöpfung und trägt dazu bei, dass unsere Produkte zuverlässig bereitgestellt werden können.
Dass Ralf aufgrund seiner körperlichen Beeinträchtigung manche Bewegungsabläufe anders ausführt als andere Kollegen, war von Anfang an kein Ausschlusskriterium. Stattdessen wurden gemeinsam praktische Lösungen gefunden, die zu ihm, zu den Aufgaben und zum Team passen.
Genau darum geht es bei Inklusion im Arbeitsalltag: nicht zuerst auf das zu schauen, was vielleicht nicht geht, sondern gemeinsam herausfinden, wie es funktionieren kann.
Ralf selbst schätzt besonders den Zusammenhalt in der Logistik und die Hilfsbereitschaft im Unternehmen. Für ihn ist sein Arbeitsplatz nicht nur eine Aufgabe, sondern auch ein Ort, an dem er dazugehört.
Neben Ralf arbeiten auch weitere Menschen mit Behinderung bei uns, unter anderem im Catering und im Kundenservice und aus ihren Teams nicht mehr wegzudenken.
Ralf zeigt mit seinem Weg, dass Inklusion nicht abstrakt bleiben muss. Sie wird konkret, wenn Unternehmen und Teams bereit sind, sich darauf einzulassen, Lösungen zu entwickeln und Stärken in Menschen zu sehen.
Für uns ist Ralf seit vielen Jahren genau das: kein Sonderfall, sondern ein geschätzter Kollege.


